Umwelt

Die Umweltverträglichkeit der Produkte, Dienstleistungen und Prozesse ist Bestandteil unserer Qualitätsstandards. Ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Verringerung von negativen Umweltauswirkungen sichern den Erfolg der TUI. Thematische Schwerpunkte setzen wir in den Bereichen Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Erhalt der bio­logischen Vielfalt.

Klimaschutz

Für TUI als weltweit aktiven Tourismuskonzern ist Mobilität ein wesentliches Element der Geschäftstätigkeit. Durch den Transport unserer Gäste – ob per Flugzeug, Schiff oder Bus – entstehen Emissionen, die das Klima beeinflussen.

Experten schätzen, dass rund 5 % der weltweiten Kohlendioxidemissionen (CO2) dem Tourismus zugerechnet werden können (UNWTO, Climate Change and Tourism – Responding to Global Challenges, 2008). Der Welt­klimarat (IPCC) hat Szenarien veröffentlicht, die nahelegen, dass eine Veränderung des Klimas direkte und indirekte Auswirkungen auf den Tourismus zur Folge haben wird.

Tabelle zeigen
Kohlendioxidemissionen (CO2)
t 2013/14 2012/13 Veränd. %
TUI Travel 6.242.792 6.292.451 0,8
TUI Airlines 5.014.068 5.101.532 1,7
TUI Hotels & Resorts 315.780 339.906 7,1
Kreuzfahrten 319.722 294.741 + 8,5
Sonstige 1.682 2.078 19,1
Gesamt 6.879.976 6.929.176 0,7

Wir sind uns unseres ökologischen Fußabdrucks bewusst und haben aus diesem Grund den Klimaschutz fest in der Umweltstrategie des TUI Konzerns verankert. Unser Ziel ist es, die negativen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf das Klima kontinuierlich zu verringern. Dazu stehen wir in engem Austausch mit Vertretern von Forschung, Wissenschaft und Politik, um wirkungsvolle Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Entwicklung der Emissionen im Flugbereich des TUI Konzerns.

2,77
Liter
pro 100 Passagierkilometer (Treibstoffverbrauch der TUI Airlineflotte)

TUI Airlines

TUI betreibt eine Airlineflotte mit mehr als 140 Flugzeugen. Die deutsche TUIfly, Thomson Airways aus Großbritannien, Jetairfly aus Belgien, die niederländische Arkefly und TUIfly Nordic aus Skandinavien werden unter dem gemeinsamen Dach der „TUI Airlines“ künftig noch stärker kooperieren, neue Angebote für ihre Kunden schaffen und ihre Umwelteffizienz weiter verbessern. Unser Ziel ist es, die modernste und treibstoffeffizienteste Flotte in Europa zu betreiben.

TUI investiert in eines der ambitioniertesten Flottenmodernisierungsprogramme der Unternehmens­geschichte. Mehr als 2,5 Mrd. € beträgt allein der Listenpreis für die geplanten 15 modernen Boeing-787-Lang­streckenjets „Dreamliner“ des gleichnamigen Herstellers. Die Auslieferung der ersten Jets hat bereits im Frühjahr 2013 begonnen.

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TUI Airlines
2013/14 2012/13 Veränd. %
Spezifischer Treibstoffverbrauch l / 100 pkm* 2,77 2,79 0,7
Kohlendioxidemissionen (CO2) – absolut t 5.014.068 5.101.532 1,7
Kohlendioxidemissionen (CO2) – spezifisch kg / 100 pkm* 6,99 7,02 0,4
Stickoxid (NOX) – absolut t 31.651 34.159 7,3
Stickoxid (NOX) – spezifisch kg / 100 pkm* 44,13 47,00 6,1
Kohlenmonoxid (CO) – absolut t 1.440 1.398 + 3,0
Kohlenmonoxid (CO) – spezifisch kg / 100 pkm* 2,01 1,92 + 4,7
Kohlenwasserstoff (HC) – absolut t 131 160 18,1
Kohlenwasserstoff (HC) – spezifisch kg / 100 pkm* 0,18 0,22 18,2

* Erläuterung: pkm  =  Passagierkilometer

Durch die Verwendung von kohlenstoffverstärktem Kunststoff beim Bau der Flugzeughülle ist der Dreamliner leichter und aerodynamischer als bisher eingesetzte Flugzeuge. Dadurch sinkt der Kerosinverbrauch um bis zu 20 % pro Passagier gegenüber vergleichbaren Modellen. Die Triebwerke gehören zu den leisesten ihrer Klasse und leisten somit auch einen deutlichen Beitrag zur Senkung des Fluglärms.

TUI setzt im Flottenerneuerungsprogramm auch auf die Auslieferung neuer Boeing-737-Kurz- und- Mittelstrecken­flugzeuge für die Feriendestinationen in Euro­pa und Nordafrika. Auch diese Jets sind besonders umwelteffizient. Sie verfügen über so genannte Split Scimitar Winglets, mit deren Hilfe die Tragflächen aero­dynamisch optimiert werden. Auf diese Weise lässt sich der Kerosinverbrauch um rund 170.000 Liter pro Jahr und Flugzeug reduzieren. Bereits vorhandene Boeing 737 der TUI Airlines werden mit diesen Winglets nachgerüstet. Die unabhängige Klimaschutzorga­nisa­tion „atmosfair“ hat die deutsche Airline TUIfly mit 83,3 von 100 Effizienzpunkten als „Beste Charterfluggesellschaft weltweit“ im Airline Index 2014 ausgezeichnet.

Forschung und Innovation: Neben der Modernisierung der eigenen Flotte ist TUI eine Partnerschaft mit dem „Boeing ecoDemonstrator Programme“ eingegangen. Ziel dieser Initiative ist die Erforschung nachhaltiger neuer Technologien für die Flugzeugbranche. Derzeit wird ein TUI Boeing-757-Testflugzeug mit modernsten, innova­tiven Technologien ausgestattet, um Einsparpotenziale, aber auch die Serientauglichkeit bestimmter Bauteile zu testen. Von 2015 an wird die Maschine dann im permanenten Einsatz sein, um Daten und Erfahrungswerte zu liefern.

Das Ziel der TUI Airlines, den absoluten und spezifischen CO2-Ausstoß gegenüber dem Stand 2007 / 08 um 9 % bis 2015 zu senken, ist bereits im Geschäftsjahr 2013 / 14 vorzeitig erreicht worden. Die TUI Airlines veröffentlichen in 2015 ein neues Reduktionsziel für die Folgejahre.

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TUI Airlines
2013/14 2012/13 Veränd. % g CO2e / pkm*
TUI Airline Flotte g CO2/pkm* 69,9 70,7 1,13 70,6
ArkeFly g CO2/pkm* 71,0 73,5 3,40 71,7
Corsair International g CO2/pkm* 83,4 80,5 + 3,63 84,3
Jetairfly g CO2/pkm* 73,0 73,9 1,22 73,8
Thomson Airways g CO2/pkm* 67,1 69,5 3,39 67,8
TUIfly g CO2/pkm* 66,3 65,5 + 1,27 67,0
TUIfly Nordic g CO2/pkm* 65,4 63,1 + 3,65 66,1

* Erläuterung: pkm  =  Passagierkilometer

Wir weisen die spezifischen Emissionen zusätzlich in CO2-Äquivalenten (CO2e) aus. Diese berücksichtigen, neben Kohlendioxid (CO2), die weiteren fünf klimawirksamen Treibhausgase des Kyoto-Protokolls: Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF6).

CDP Carbon Disclosure Leadership Index

Die TUI AG positionierte sich bei der Bewertung der CDP Klima-Berichterstattung 2014 im DACH Carbon Dis­closure Leadership Index (Deutschland, Österreich, Schweiz) und erreichte 99 von 100 möglichen Punkten.

CDP ist eine internationale unabhängige Organisation, die sich für Transparenz in der Umweltberichterstattung und insbesondere bei der Veröffentlichung von Emissionsdaten einsetzt. Zusammen mit den strategischen Aspekten der Klimapolitik der TUI AG wurde die Emissionsbilanz des Konzerns beschrieben und Analysten und Investoren offen zugänglich gemacht. Die TUI Beteiligungen – Airlines, Hotels & Resorts, Kreuzfahrten und Veranstalter – berichten jährlich über ein internes System über ihre Verbrauchsdaten und durchgeführten Aktivitäten. Die quantitativen Informationen werden anschließend auf Konzernebene zusammengefasst und relevante Kennzahlen ermittelt. Über diesen konzernweiten Prozess können wir die umweltrelevanten Handlungsfelder identifizieren und unsere Umweltleistung steuern. Zugrunde liegen international anerkannte Standards wie das Treibhausgasprotokoll sowie die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI).

-30%
Energieverbrauch
Mein schiff 3

Kreuzfahrten

Neben der Minderung klimarelevanter Emissionen engagieren sich die TUI Kreuzfahrtunternehmen für die Verringerung schädlicher Luftemissionen. Hierzu zählen Schwefeloxide, Stickoxide und Rußpartikel. In diesem Zusammenhang werden bei den TUI Kreuzfahrtgesellschaften fortlaufend Maßnahmen im operativen und schiffstechnischen Betrieb umgesetzt.

Um den Treibstoffverbrauch – und somit auch die Emissionen – zu verringern, hat TUI Cruises ihre Flotte mit umweltfreundlichen, TBT-freien Unterwassersilikonanstrichen versehen. Diese reduzieren den Strömungswiderstand – ebenso wie angebaute Hohl­körper am Heck des Schiffs. Durch eine intelligente Streckenplanung werden die Reiserouten kontinuier­lich optimiert.

Die Flotte von TUI Cruises wurde in 2014 mit der Mein Schiff 3 um einen Neubau ergänzt. Durch den Einsatz neuester Technologien, wie zum Beispiel ein kombiniertes Abgasnachbehandlungssystem, verbessert sich die Umweltbilanz deutlich. Über eine Entschwefelungsanlage (Advanced Exhaust Gas Purification) und Ka­talysatoren (Selective Catalytic Reduction) sinken die Schwefelemissionen um bis zu 99 %, der Partikel­ausstoß sinkt um 60 %. Der Katalysator verringert die Stickoxidemissionen um 75 % auf den Abgasnormwert Tier-III. Damit erfüllt die Mein Schiff 3 vorzeitig Anforderungen, die für Kreuzfahrtschiff-Neubauten erst ab 2016 verbindlich gelten.

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Kreuzfahrten
2013/14 2012/13 Veränd. %
Spezifischer Treibstoffverbrauch l / pnm* 0,25 0,29 13,52
Kohlendioxidemissionen (CO2) – spezifisch kg / 100 pnm* 75,52 87,52 13,7

* Pnm = Passagierseemeile

Als Mitglied der International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO) führt die TUI Kreuzfahrtgesellschaft Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten zudem alle arktischen und antarktischen Reisen gemäß den Richtlinien dieses Verbands durch. Zum Schutz der sensiblen polaren Gewässer setzen die Kreuzfahrtschiffe der TUI Diesel statt Schweröl als Treibstoff ein. Durch Sensi­bilisierung von Gästen und Mannschaft sowie den Einsatz effizienter Technologien an Bord arbeitet der TUI Konzern daran, die Kreuzschifffahrt umweltverträglicher zu machen.

Für Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen, bietet Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten ihren Kunden die Möglichkeit, die Emissionen der Schiffsreise zu kompensieren. Zusammen mit der deutschen Organisation atmosfair wurde ein Klimarechner entwickelt, der verschiedene Parameter – wie zum Beispiel die Kabinenkategorie und die Aufenthaltsdauer an Bord – abfragt und anschließend den Klimafußabdruck der Reise ermittelt. Mit den Klimaschutzbeiträgen unterstützt Hapag-Lloyd- Kreuzfahrten ein Projekt in Indien, das Solarlampen für ländliche Gebiete zur Verfügung stellt.

TUI Hotels & Resorts

Die Hotelmarken der TUI Hotels & Resorts zählen zu den Umweltführern an ihrem jeweiligen Standort und engagieren sich für den Klimaschutz.

Zahlreiche Clubs und Hotels im Portfolio von TUI Hotels & Resorts beziehen Energie aus regenerativen Quellen. Die Robinson Clubs in Spanien und Portugal generieren über ihre Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen jährlich mehr als 1.500 Megawattstunden, die im Sommer bis zu 85 % des Warmwassers erzeugen. Auch der griechische Robinson Club Daidalos erzeugt mit einer Photovoltaikanlage einen Großteil seines Strombedarfs. Der Robinson Club Agadir nutzt eine 900 m² große Solaranlage zur Warmwassererzeugung in den Gebäuden und beim Pool und betreibt damit die größte Hotel-Solaranlage Marokkos.

Die gesamte Wärmeproduktion im Robinson Club Cala Serena auf Mallorca ist CO2-neutral. Drei 200-kW- Biomasse-Heizkessel stellen die gesamte Warmwasserversorgung, Heizung und Poolerwärmung in umweltfreundlicher Weise sicher. Durch die Installation der Holz­pelletanlage werden jährlich rund 220.000 Liter konventionelles Heizöl eingespart.

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TUI Hotels & Resorts
2013/14 2012/13 Veränd. %
Stromverbrauch – spezifisch kWh / Übernachtung 15,33 16,21 5,4
Kohlendioxidemissionen (CO2) – spezifisch kg / Übernachtung 8,7 8,7

Mit dem Einbau eines hocheffizienten, erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerks (BHKW) setzt das Dorfhotel Sylt auf Nachhaltigkeit vor Ort. Das Kraftwerk verfügt über eine Kapazität von 680 Megawattstunden Wärme pro Jahr (MWh / a) und 392 MWh / a Strom, was ausreichend wäre, um rund 100 „Durchschnittshaushalte“ mit Strom zu versorgen. Durch die Inbetriebnahme können jährlich rund 165 Tonnen CO2 eingespart werden.


Verzicht auf Plastikflaschen -
Trinkwassergewinnung
im Robinson Club Maldives
Inbetriebnahme des
neuen Blockheizkraftwerks
im Dorfhotel Sylt

Wasser

Wasser zählt zu den kostbarsten Ressourcen weltweit. In einigen Ländern der Welt, darunter auch vielen Urlaubszielen, übersteigt die Nachfrage das natürliche Vorkommen. Zahlreiche Maßnahmen – besonders im Bereich TUI Hotels & Resorts – tragen dazu bei, Wasser einzusparen und den Verbrauch pro Gast und Übernachtung kontinuierlich zu senken. In den Hotels werden die Kunden darüber informiert, wie sie selbst während ihres Aufenthalts Wasser sparen können.

Für die Begrünung der Hotelanlagen verwenden viele Hotels regionaltypische Pflanzen, weil sie an die Umweltbedingungen und das jeweilige Wasseraufkommen ideal angepasst sind. Eine Tröpfchenbewässerung zu den nicht sonnenintensiven Tageszeiten hilft dabei, wertvolles Wasser einzusparen. Einige Riu Hotels nutzen darüber hinaus die Xeriscape-Anbautechnik, bei der zunächst bestimmte Faktoren wie z. B. klimatische Bedingungen, Lichtverhältnisse und Bodenbeschaffenheit untersucht werden, um anschließend eine entsprechend angepasste Bepflanzung vorzunehmen. Pflanzliche Schutz­schichten, die ein Austrocknen der Böden und Erosion verhindern, tragen zu einem geringeren Bewässerungsbedarf bei.

An Bord der Kreuzfahrtschiffe von Hapag-LloydKreuzfahrten und TUI Cruises wird Meerwasser gereinigt, entsalzt und aufbereitet, so dass es anschließend als Trinkwasser verwendet werden kann. Auch das Brauchwasser wird aufbereitet und findet in den Toilettenspülungen Verwendung.

Abfall

Ziele eines geregelten Abfallmanagementsystems sind, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die Umweltbelastungen und Kosten zu reduzieren sowie Abfälle in ein Kreislaufwirtschaftssystem rückzuführen. Die TUI Hotels & Resorts führen zahlreiche Maßnahmen durch, um das Abfallaufkommen zu senken. Dies beginnt beispielsweise beim verstärkten Einkauf lokaler oder regionaler Produkte, sofern diese in entsprechender Menge und Qualität zur Verfügung stehen. Das vermeidet unnötig lange Transportwege und zusätzliches Verpackungsmaterial. So beziehen die kretischen Grecotels frische Lebensmittel von der hauseigenen Agreco Farm, die die Hotels mit biologisch angebautem Obst und Gemüse beliefert.

Im Fokus stehen zudem die Trennung von Wertstoffen, die Steigerung der Wiederverwertungsquote und die ordnungsgemäße Entsorgung des unvermeidbaren Restmülls. Allerdings ist dieses Vorgehen auch von den lokalen Strukturen zur Abfallentsorgung und -aufbereitung in den Urlaubsländern abhängig. TUI steht deshalb im stetigen Austausch mit den jeweiligen lokalen Organisationen und Regierungen, um gemeinsam Verbesserungen im Abfallmanagement zu erreichen.

Insbesondere Plastikabfälle stellen im Meer eine besonders große Gefahr dar, weil sie entweder direkt von Meerestieren gefressen werden können oder im Laufe der Zeit immer feiner zerrieben werden und so in die Nahrungskette gelangen. Um einer Verschmutzung des Ozeans durch den Gebrauch von Plastikflaschen auf den Malediven vorzubeugen, setzt der Robinson Club Maledives auf eine nachhaltige und abfallvermeidende Trinkwassergewinnung. Im Juni 2013 wurde im Club eine neue Sodaanlage in Betrieb genommen. Darin wird durch ein Osmoseverfahren Meerwasser entsalzt und gereinigt. Das frisch gewonnene Trinkwasser wird dann durch den Zusatz von Mineralien und Kohlensäure in Sodawasser umgewandelt und in die 7.500 neuen Glasflaschen abgefüllt. Die Reinigung der Flaschen findet ebenfalls direkt vor Ort und mit Hilfe modernster Technik statt. Plastikmüll entsteht so gar nicht erst, außerdem entfallen Transport und Entsorgung von insgesamt circa 400.000 Plastikflaschen jährlich.

Einen Beitrag zum Umweltschutz in den Urlaubsländern leisten und damit zeitgleich den Teamgeist stärken:

Robinson Mitarbeiter
engagieren sich in der
Türkei für saubere Strände

TUI Kollegen nahmen im Juli 2014 weltweit an Beach-Clean-up-Aktivitäten teil. Mit ihrer Hilfe konnten viele Strände von angespülten und hinterlassenen Abfällen befreit werden.

In Kusadasi in der Türkei sammelten gut 40 Freiwillige innerhalb von wenigen Stunden mehr als 300 kg Abfall. In Sri Lanka befreiten 140 Teilnehmer den Strand von mehr als 400 kg Abfall. Auch der Strand Macao, der unter Surfern zu den beliebtesten Stränden der Dominikanischen Republik gehört, wurde von fleißigen Helfern gereinigt. Insgesamt konnten dort 20 riesige Säcke voller Müll entsorgt werden. Zu den gefundenen Abfällen zählte vor allem Plastikmüll, aber auch viele hundert Zigarettenstummel sowie Metall- und Glasabfälle.

Papier

Um den Einsatz von Papier zu senken, setzt TUI zunehmend auf digitale Medien und Kommunikationswege. Der klassische Reisekatalog wird immer stärker mit Online-Angeboten oder Smartphone Apps verzahnt. So kann der Einsatz von Papier durch z. B. Seitenreduktion in der Katalogproduktion gesenkt werden.

Insgesamt konnte das Gewicht des eingesetzten Papiers für die Katalogproduktion der TUI Deutschland GmbH für das Touristikjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 % gemindert werden.

528
Bewachte Nester
von Meeresschildkröten im
letzten Jahr

Zertifiziertes Umweltmanagement

Die TUI AG ist nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Die ISO 14001 Norm legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem (UMS) fest. Das System stellt sicher, dass bei allen Unternehmenstätigkeiten die permanente Verbesserung der Umweltleistungen sowie die kontinuierliche Verringerung von Umweltbelastungen als Ziel berücksichtigt werden.

Zahlreiche Gesellschaften und Hotelbetriebe im TUI Konzern sind von externen Gutachtern nach ISO 14001 zertifiziert.

Tabelle zeigen
ISO 14001 Zertifizierungen im TUI Konzern

Reiseveranstalter

TUI Deutschland, TUI Nordic

Airlines

Arkefly, Thomson Airways, TUIfly, TUIfly Nordic

Hotels & Resorts

Dorfhotel3, Grecotel 3, Grupotel 14, Iberotel 14, Jaz Hotels & Resorts 10, Riu 1, Robinson 10, Sol Y Mar 2

Kreuzfahrten

TUI Cruises

Darüber hinaus ließen weitere Hotels aus dem Portfolio der TUI ihre Umweltmanagementsysteme nach anderen anerkannten Umweltstandards, wie dem Österreichischen Umweltzeichen, Green Star Hotel oder Travelife, überprüfen.

Biodiversität

Als weltweit tätiges Unternehmen sind wir uns bewusst, dass unsere geschäftlichen Aktivitäten auf lokaler, regionaler und globaler Ebene Auswirkungen auf die biologische Vielfalt haben. Gleichzeitig ist der Tourismus wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig auf eine intakte Umwelt und Natur angewiesen.

Die TUI legt Handlungs- und Qualitätsziele im Themenfeld biologische Vielfalt fest, die konzernweit in Maßnahmen umgesetzt wurden. Regelmäßige Überprüfungen der Zielerreichung sowie umfassende interne und externe Kommunikation, z. B. auf der Konzern-Website, stellen die Effektivität der Schutzmaßnahmen sicher und tragen zur Bewusstseins- und Vertrauensbildung bei Gästen, Mitarbeitern und Partnern bei. Durch Modellprojekte, Kooperationen und eigenes Handeln möchten wir auch zur Meinungsbildung bei den Entscheidungsträgern in Urlaubsländern beitragen.

Korallenschutz

Im Bereich mariner Artenvielfalt engagiert sich TUI Cruises mit der Stiftung SECORE für den Korallenschutz. SECORE entwickelt mit Förderung von TUI Cruises aktive Restaurationsmaßnahmen, um dem massiven Rückgang der Korallenriffe entgegenzuwirken. In einer Korallenzuchtstation auf Curaçao wer­- den die stark vom Aussterben bedrohten Elchgeweihkorallen gezüchtet und anschließend in die Riffe aus­gesetzt. Dadurch liefert das Projekt nicht nur einen Beitrag zum Erhalt und Aufbau der Korallenriffe auf Curaçao, sondern ebenfalls neue Kenntnisse zur Restauration von Korallen, die künftig auch weltweit zum Schutz bedrohter Korallenarten beitragen.

Unsere Hotelpartner informieren Gäste über verantwortungsvollen Umgang mit Korallenriffen beim Schnorcheln und Tauchen. In Ägypten werden hierzu gemeinsam mit der TUI entwickelte Informationsmaterialien genutzt und Hinweisschilder im Strandbereich installiert.

Meeresschildkröten

Riu Hotels & Resorts und die Naturschutzorganisation BIOS.CV setzen sich seit 2011 in gemeinsamen Projekten für den Schutz der Meeresschildkröten auf der Insel Boa Vista (Kapverden) ein. Riu unterstützt dafür die Organisation logistisch und finanziell bei sämtlichen Projekten.

Die Eiablage und Brutzeit der Meeresschildkröten beginnt auf den Kapverden im Juli und setzt sich bis Mitte Oktober fort. Am Strand von Lacaçao auf Boa Vista, an dem sich das Hotel Riu Touareg befindet, legen besonders viele Schildkröten ihre Eier ab. Die Eiab­lage wird jede Nacht von Rangern bewacht, die die Tiere schützen und die Nester später an einen sichereren Ort verlegen, an dem die Eier in Ruhe ausgebrütet werden.

Um sowohl die Touristen also auch die lokale Bevölkerung aufzuklären, unterstützt Riu die Organisation BIOS.CV bei der Durchführung von Informations- und Sensibilisierungskampagnen. Das Riu Touareg veranstaltet wöchentlich Events für Gäste. Dabei informieren unter anderem Dokumentarfilme über die Artenviel­­-falt der Gegend sowie über konkrete Umweltschutzmaß­nahmen.

Weitere Projekte zum Schutz der bedrohten Meeresschildkröten werden von den TUI Hotelmarken Iberotel in der Türkei, Grecotel in Griechenland und Robinson auf den Kanaren umgesetzt – jeweils in Kooperation mit lokalen Naturschutzorganisationen.

Costa Rica: biologischer Hot Spot

Riu hat ein privates Naturschutzgebiet in Costa Rica errichtet. Das geschützte Gelände umfasst 200 Hektar Land im Küstengebirge Matapalo und befindet sich in unmittelbarer Nähe zweier Hotels des Unternehmens. Das Reservat beheimatet mehr als 250 Tier- und Pflanzenarten – die teils vom Aussterben bedroht sind – und ist somit von großem Wert für die biologische Vielfalt der Region Guanacaste. Das Grundstück ist außerdem Teil des biologischen Korridors „Chorotega“ und begünstigt daher die Vernetzung der Naturschutzgebiete.

Mit dem Ausweis des Gebietes als Schutzgebiet trägt Riu maßgeblich zum Erhalt der einzigartigen Flora und Fauna Costa Ricas bei. Es wurde ein konkreter Managementplan erstellt, der alle Maßnahmen und Aktivitäten beschreibt. So werden ein Höchstmaß an Naturschutz gewährleistet, illegale Jagd vermieden und Waldbrände verhindert. Zudem hat ein intakter Wald positive Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel. Um das Natur­erbe Costa Ricas langfristig zu bewahren, besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem nationalen Ministerium für Umwelt und Energie im Rahmen des Programms SINAC (Sistema Nacional de Areas de Conservacion).

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